Donnerstag, 9. August 2012

erste Stunden in Finnland

So, nun bin ich schon sechs Tage in Finnland und habe euch nichts erzählt. Es ist so viel passiert in der Zeit, ich werde euch nach und nach alles erzählen, aber jetzt ganz von vorne.

31.07.2012
Der letzte, allerletzte Tag in Deutschland.
Obwohl mein Koffer und das Handgepäck schon fertig gepackt und genau richtig gewogen haben, war noch so viel zu tun. Ein paar letzte Sachen einkaufen, die Kisten zu Ende packen und noch mal durch die ganzen Dokumente gehen und alles Wichtige kopieren.
Das dauerte bis in die Nacht hinein und aus dem --> lustigen letzten gemuetlichen Mr. Bean mit Chips Abend mit allen auf dem Sofa <-- wurde nichts. Moritz schlief auf der Couch ein, Papa kam spät aus dem Verein und ging sofort schlafen, ich brachte gefuehlte Stunden damit zu, Tilly zum Einschlafen zu bringen und Mama machte meinen Lieblingsauflauf, doch keine hatte an diesem Abend Hunger.
Den Rest der Nacht verbrachte ich vor meinem Computer und spielte meine ganze Musik auf Chips, denn ich dachte, ohne Musik kann ich nicht leben (jetzt denke ich anders, aber später mehr dazu).
Dann war es um eins und ich versuchte, noch ein bisschen zu schlafen.
Schliesslich kam Mama auch schon wieder ins Zimmer. Zeit zum Aufstehen...

Es ging alles ganz schnell. Ich packte meinen Rucksack, zog die Schuhe an, drueckte Mama ein letztes Mal und fuehlte mich dabei nicht so, als ob ich weggehen wuerde.
Mein armer Bruder, der extra auf der Couch geschlafen hatte, um mir noch tschuess zu sagen, war endgueltig ins Bett gegangen und ich musste fahren, ohne ihn zu verabschieden. Ich redete mir ein, dass das besser so ist, ich komme in elf Monaten schon wieder zurueck.

Wir waren die Ersten am Flughafen, punkt vier Uhr. Und dann begann das grosse Warten auf den Flug um 6.15 (keiner wusste, warum wir so frueh da sein mussten). Ich war zum Glueck nicht allein, mit Ben und Felix waren wir die einzigen aus Berlin, die mit YFU nach Finnland fahren.
Es war ein komisches Gefuehl, sein Abenteuer auf so entmutigende Weise zu beginnen.

Im Flugzeug nach Frankfurt habe ich Zeitung gelesen und dann, endlich in Frankfurt angekommen, die anderen Austauschschueler getroffen. Doch auch hier mussten wir warten und warten und warten...
Und ENDLICH: alle stuermten ins Flugzeug, tauschten Plätze und die Atmosphäre wurde etwas lebendiger.

Doch das eigentliche Ereignis an diesem Tag war ein anderes. Es war im Bus zu unserem Aufenthaltsort fuer die ersten Tage im Arrival Camp, ich war kurz vorm Einschlafen und schaute aus dem Fenster, als ich plötzlich einen Elch im Wald sah. Ja genau, so einen, wie man ihn aus dem Bilderbuch kennt, einen echten finnischen Elch nach einer Stunde Aufenthalt in Finnland. Oh Mann, oh Mann... danach war ich wieder wach.

An diesem Abend sassen wir noch am See, ganz typisch finnisch, wie man sich das so vorstellt: perlende Wasseroberfläche, die Silhouetten der Bäume, ein schöner Vollmond am Himmel und natuerlich: Moskitos!! (Das einzige, was gestört hat, war die Fabrik in der Nähe, aber die hexen wir uns jetzt mal weg)

Also alles in allem: ein echt schöner erster Tag in Finnland, besser kann es kaum gehen.


So und demnächst erzähle ich euch alles ueber das Arrival Camp, aber fuer heute erstmal genug.
Heippa!

Kommentare:

  1. Jule meine Liebe,

    Ich freue mich,dass du so schön in Finnland angekommen bist. Wann geht es denn endlich zu deiner Gastfamilie? Du wirst ganz sicher tolle 11 Monate erleben. Ich bin auch vor 3 tagen in Kalifornien angekommen und fühle mich richtig wohl hier ;)
    Also genieße deine Zeit :D
    Deine Alexa <3

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  2. Ohh Jule,
    das klingt echt toll. Wenn dein ganzes Austauchjahr so spannend wird wie dein erster Tag dann wird das ein super Jahr würd ich sagen. Aber auf dem Flughafen hast du eine Kleinigkeit vergessen ;)
    Ich vermiss dich so
    deine Paula <3

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  3. daanke ihr suessen! ich hoffe euch geht es mindestens genau so gut! :D

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